12,00 

CALCUTTA-BOMBAY
Eight Days By Taxi

Text by Charlotte Wiedemann

96 pages
290 x 200 mm
90 Images
Hardcover
Edition BRAUS, 2005

4 vorrätig

Kategorie:

Beschreibung

Andreas Herzau`s photographic travel book records an eight-day journey that he undertook from Calcutta to Mumbai in 2004, and it provides impressive insights into the culture and life styles prevailing in central India. Thanks to the photographer`s sensitive eye, this close up view of India`s complex and stratified society amounts to a fascinating document of reportage and narration.

(FAZ, 2005) „Saris leuchten auch schwarzweißDie Road No.6 ist keine Traumstraße wie die Route66, sondern nüchterne Realität, zweitausendvierhundert Kilometer lang lärmender indischer Alltag zwischen Kalkutta und Bombay. Der Fotograf Andreas Herzau hat die Strecke in acht Tagen mit einem altertümlich anmutenden Ambassador-Taxi zurückgelegt, von Megalopolis zu Megalopolis, einmal quer durch das Herzland des Subkontinents, eine rastlose Reise im gehetzten Rhythmus der Fernfahrer, deren Bilder an der Oberfläche bleiben wollen und sich doch in den Widerhaken der indischen Wirklichkeit verfangen.

Herzaus Fotografien sind wie eine Verweigerung: das trotzige Zurückweisen des europäischen Indien-Bildes, das immer noch mehr mit Hesse zu tun hat als mit der Gegenwart eines aufstrebenden Milliardenvolkes. Er fotografiert schwarzweiß, als sei er der ganzen überfließenden Farbenpracht leuchtender Saris überdrüssig. Er macht Schnappschüsse oft aus dem Wagenfenster heraus, die ihre Motive stillstehen lassen mitten im Moment der Bewegung, als sei sein größter Wunsch, das ewige Getriebe auf Indiens heißen Straßen ein einziges Mal anzuhalten, einzufrieren. Herzau ist nicht an der Schönheit des Landes interessiert, die jedes Maß übersteigt, aber auch nicht am Gegenteil. Seine Bilder sind keine Elendsfotografie, keine schockierende Effekthascherei.

Es sind beiläufige, flüchtige Fundstücke, unpathetische, unspektakuläre, unheroische Aufnahmen aus einem Land, das seit je zur Übertreibung, Dramatisierung und Selbststilisierung neigt. Die nackte Wahrheit freilich soll nicht ans Licht befördert werden, es geht nicht um Entlarvung, sondern nur darum, Indien von seiner latenten Überästhetisierung zu befreien. Aber auch dieser Versuch, den Subkontinent auf ein ballastfreies Normalmaß zu stutzen, muß scheitern. Denn selbst wenn man nichts weiter macht, als seine Kamera acht Tage lang aus dem Autofenster zu halten, kommt ein solch ungeheures Panorama zustande wie in keinem anderen Land der Welt, eine Bilderflut von mitreißender Intensität. Auf der Route 66 müßte man wohl ein Leben verbringen für ein solches Buch.“

Zusätzliche Information

Conditions

Old but not used